Das Leitbild

Jesus Christus hat Menschen eingeladen, ihm zu folgen. Dazu gehörte, dass er auch in die Häuser einkehrte und die Gemeinschaft um einen Tisch pflegte. Seine Einladung hat sich an alle Menschen gerichtet, bei der Tischgemeinschaft war keiner ausgeschlossen. Auch in unserem Dorf wollen wir dem Ruf zu Gemeinschaft folgen. Dafür soll der Tisch ein Symbol sein...
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 "In diesem Gottes Haus suche nicht Schönheit noch Pracht, nur das was dich beruhigt und Wohl verschafft"

Der Name St. Peter und Paul

Es ist augenblicklich nicht nachzuvollziehen, wie und wann die Lesser Kirche zu ihrem Namen kam. Die vorhandenen Aufzeichnungen geben keine genaue Möglichkeit, die beiden Apostel Petrus und Paulus als Patrone der Kirche festzumachen.

Heute zieren neben einem Mose- und einem Christus-Medaillon, ein Paulus-Medaillon (alle drei aus dem beginnenden 20. Jahrhundert) und ein Petrus-Fenster (Ostfenster, 1998) in Erinnerung an die tragenden Säulen des christlichen Glaubens, den Altarraum der Kirche.

Zum Kirchengebäude

Über den Vorgängerbau der heutigen Lesser Kirche gibt es in Bezug auf das Entstehungsdatum im Augenblick keine genauen Belege. Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes vor fast 1000 Jahren lässt vermuten, dass im Dorf bereits ein Kirchengebäude bestand. Ob es sich um einen Holz- oder einen Steinbau gehandelt hat, ist nicht nachweisbar. Es ist wahrscheinlich, dass große Teile des vorhandenen Turmes aus den Gründungsjahren der Kirche stammen.

Beim Einbau einer Heizungsanlage 1995 fanden Archäologen im Rahmen einer sog. Notgrabung Steinfundamente im jetzigen Südostbereich im Altarraum der Kirche, die sicherlich von einem Vorgängerbau stammen. Der Grundriss der alten Kirche, sowie das Project der neuen Kirche liegen im hiesigen Archiv vor.

Gemäß der Inschrift über dem Türsturz der zweiten (mittlerweile zugemauerten) Südosttür erfolgte die Widmung des Baus 1797. „Zu Lebzeiten des PSTRS H.G.L Baumgarten wurde dasselbe aufgefürt im Jahr Christi 1797 Steinhauer und Mauermeister Julius Schweinhage“. Wir verfügen ebenfalls über das damals gedruckte Widmungsgedicht.

Eine Chronik der Kirche, verfasst vom Lesser Orts-und Heimatpfleger Norbert Zachries, können Sie hier nachlesen.

 

Neuer Leuchter für die Osterkerze

Seit August 2015 steht in unserer Kirche St.Peter&Paul ein von Reinhard Möller-Iselt gestalteter Leuchter, der zum großen Teil aus Spenden finanziert ist.

Der Sockel besteht aus 12 Sandsteinplatten in rot und gelb (wie der Kirchenfußboden und die Wandfarbe) und symbolisiert Erdbezug und die 12 Apostel. Im oberen Bereich des Sockels lockern 7 Glasplatten diesen Erdverbund auf und und lassen die Steinplatten schweben. Wir freuen uns auf das Lichtspiel darin , wenn das Sonnenlicht durch die Kirchenfenster flutet. Die 7 Glasplatten stehen für die 7 Wochentage und entsprechen den 7-armigen Kerzenleuchtern auf dem Altar. Durch die Leichtigkeit des glänzenden Edelstahlträgers scheint die Kerze auf ihrer Glasplatte zu schweben.

Die Pastorendynastie Baumgarten

Über mehrere Generationen waren Söhne der Familie Baumgarten im Umkreis Pastöre geworden. Aus ihren Reihen gingen bedeutende Persönlichkeiten der Geschichtswissenschaft und der Theologie hervor.

Über den 1825 in Lesse geborenen Enkel von H.G.L. Baumgarten, Hermann Baumgarten, bestand eine verwandtschaftliche Beziehung zum bedeutendsten protestantischen Soziologen des 19. Jh.s, Max Weber.

Otto Baumgarten,1858-1934, Sohn von Hermann Baumgarten, bis zu seiner Emeritierung Professor in Kiel, gilt als einer der ersten protestantischen Theologen, die öffentlich zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus aufgerufen haben. 

Ortsheimatpfleger Norbert Zachries hat im September 2016 eine Auflistung der Lesser Pastoren erstellt.